Aktuelles

 

Was bisher Interessantes stattgefunden hat:

Gemeinsame Projekte der Ev. Kindertagesstätte „Regenbogen“ in Neukirchen und der Kindertagesstätte „Spatzennest“ in Dannau

 

Wege zur Gewaltprävention für Kinder und Eltern

 

Uns, Antje Hübner, Leiterin des Ev. Kindergartens „Regenbogen“ und Sabine Teddendiek, Leiterin des Kindergartens „Spatzennest“ ist es in einem intensiven Austausch und einer guten und erfolgreichen Zusammenarbeit gelungen, drei interessante pädagogische Projekte im Jahr 2007 bzw. 2008 für die Kindergartenkinder und deren Eltern anzubieten und durchzuführen. Wir wollen mit diesen Projekten unsere Kinder und ihre Eltern stärken und schützen bzw. helfen, in Alltagsituationen Gefahren zu vermeiden. So entstand bei uns die Idee zu einem Kind-Hund-Projekt, einem präventiven Elterntraining und einem Selbstbehauptungstraining für Kinder.

 

1. Hundebesuchsprojekt im Kindergarten

Es ist unseres Erachtens unerlässlich, den Kindern frühzeitig und intensiv den richtigen Umgang mit dem Hund zu vermitteln. Denn Vorbeugen ist besser als Heilen. Durch präventive und praxisorientierte Schulung im Kindergarten sollen unsere Kinder Risikosituationen schneller erkennen und durch entsprechendes Verhalten Bissverletzungen vermeiden. Die Kindergartenkinder lernten das Hundewesen und die Hundesprache mittels pädagogischen Unterrichtsmaterialien besser verstehen. Durch das hautnahe Erleben der mitgebrachten ausgebildeten Hunde werden die Kinder sicherlich jeden (bekannten und fremden) Hund zukünftig ohne Angst, aber dennoch mit dem entsprechenden Respekt, mit der erforderlichen Aufmerksamkeit und Disziplin begegnen. Die Kinder hatten sicht- und hörbar viel Spaß an den zwei Tagen.

 

2. Präventives Elterntraining

Die Erziehung von Kindern ist heute erfahrungsgemäß eine schwierige Aufgabe, beinahe eine Kunst. Ohne den Vorsatz und die Bemühung, die Werkzeuge dieses Erziehungshandwerks zu erlernen, können wir nicht auf Erfolg hoffen. Im Rahmen des präventiven Elterntrainings hatten die teilnehmenden Eltern in sechs Unterrichtseinheiten zu à zwei Stunden u.a. die Gelegenheit, die Problematik „Eltern und Kinder“ zu studieren, sich auszutauschen, wirksame Erziehungsmethoden bzw. Handlungsschritte zu erwerben und positive innerfamiliäre Kommunikationsstrategien zu erarbeiten. Es herrschte durchgehend eine wohlwollende, konstruktive und produktive Arbeitsatmosphäre vor.

 

3. Sicherheits- und Selbstbehauptungskurs für Kinder

Kinder sind vielfältigen Bedrohungssituationen (Sexualdelikte, körperliche und psychische Gewalt etc.) ausgesetzt. Im Rahmen dieses zweitägigen Kurses sollen die Kinder stark gemacht werden, gleichzeitig aber lernen, sich nicht zu überschätzen. Gewaltprävention und eine gewaltfreie Konfliktlösung ist immer das oberste Ziel. Mit Rollen-, Stimm- und Körperübungen sollen die Kinder Gefahren erkennen und vermeiden lernen. Schwerpunkt sind hier wieder Kommunikation und Verhalten, wobei nur wenige Selbstverteidigungstechniken vermittelt werden, da Kinder einem Erwachsenen körperlich weit unterlegen sind und jeder Kampf immer ein Risiko für das Kind bedeutet.

 

Die Vergangenheit hat uns gezeigt, wie wichtig Austausch, Kooperation und das Miteinander ist, um unseren Kindern gerecht zu werden und sie zeitgemäß zu beraten, zu fördern und zu erziehen. Es hat uns und den Referenten sehr viel Spaß gemacht und wir haben uns vorgenommen, weiterhin an einem Strang zu ziehen.

Antje Hübner und Sabine Teddendiek

 

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